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Bewegung – Verständigung – Wille
Für die einen kam es auf Kometen, die auf der Erde
einschlugen, für andere war es das Ergebnis einer Zusammenwirkung von
günstigen chemischen Reaktionen und physikalischem Kräftespiel, für dritte
eine höhere Intelligenz, die natürlich selbst etwas Lebendiges oder bewusst
Bewegliches voraussetzt.
Die mögliche Antwort lautet wahrscheinlich anders. Das
tote Material wird von äußeren Umständen und inneren Eigenschaften geformt
und bewegt, immer mit dem Zweck den energieärmsten Zustand zu erreichen, der
mit einer relativen Ruhe zu vergleichen wäre. Und jetzt kommt die Bewegung
ins Spiel. Nicht die Bewegung der Umstände, sondern eigenständige Bewegung.
Also in diesem Fall nicht der Abbau von Energie, sondern das Sammeln von
Energie. Das ist die erste Voraussetzung für das Suchen von Verbindungen.
Es ist bezeichnend, dass Kohlenstoffe die Grundlage dafür
bilden, weil sie die komplexesten und größten Verbindungen eingehen können,
also die meiste Energie in sich vereinigen.
Nach den großen Bewegungen im All trat eine
verhältnismäßige Ruhe ein und dies ergab einen Mangel an Bewegung. Das
Material in seinen kleinsten Teilchen musste einen Ausgleich schaffen =
Eigenbewegung im Einzelnen. Das ist wahrscheinlich der Schlüssel zum Leben.
Die Entstehung des Individualismus, weil das große Ganze träge wurde.
So war die Voraussetzung für Eigenbewegung gegeben. Aber
wann beginnt der Wille zu dieser selbständigen Bewegung? Oder vielleicht die
Notwendigkeit, sich auf die Suche nach zur Verbindung geeigneten Stoffen zu
machen? Durch Verbindung entstehen andere Stoffe mit neuen Eigenschaften,
also auch neuen Möglichkeiten.
Und jetzt kommt der nächste, wichtige Schritt. Diese
Verbindungen bilden langsam nicht nur immer größere Ketten und Anhäufungen,
sondern beginnen miteinander Reaktionskommunikation. Jedes Teil solcher
Ketten übernimmt andere Funktionen und Aufgaben. Der eine das Anziehen
bestimmter Stoffe, der andere das Abstoßen reaktionsfremder Stoffe. Das ist
vielleicht der erste Schritt zu dem, was wir später eine Zelle nennen.
Fast unendlich zieht sich dieser Prozess in die Länge,
aber danach geht es ein bisschen schneller, es dauert nur noch Milliarden
Jahre.
Diese Vereinigungen können mehr und bilden Siedlungen.
Sie reagieren nicht nur auf äußere Einflüsse, sondern gestalten ihre Umwelt =
die Voraussetzung für Verständigung = Zusammenarbeit.
Immer größere Mengen an Stoffen werden aufgenommen und
umgewandelt = Stoffwechsel.
Jetzt sind es im Vergleich zur Vorgeschichte nur noch
Sekunden bis zu Mehrzellern und Organismen. Diese bilden wieder kleinere
Einheiten innerhalb der Vereinigung = Organe.
Der Weg zur Perfektion? Die Frage ist nur, warum nicht
alle in diese Richtung gehen? Vielleicht sind die Umstände zu extrem.
Ständiger Stoffwechsel verbreitert nicht nur die Palette der Möglichkeiten,
aber muss auch bestimmte Umstände für seine Existenz voraussetzen. Anpassung
an die Umgebung verbessert Fähigkeiten zum Stoffwechsel, aber bedeutet auch
die Abhängigkeit von jener. In vereister, überhitzter, zu trockener Umgebung
lösen sich komplexere Verbindungen wieder.
Mittelmäßigkeit vergrößert die Fähigkeit Extremumstände
zu überleben, erhält aber trotzdem die Voraussetzungen zur Vereinigung.
Und so ist es bis heute geblieben, das Durchschnittliche
überlebt am besten, weil es sich nicht zu sehr spezialisiert hat und es davon
die meisten gibt.
Ständig erscheinen irgendwelche Besonderheiten, von denen
sich einzelne in der Zukunft zu einer besseren Mittelmäßigkeit entwickeln.
Aber wo bleibt der Wille? Oder was ist der Wille
überhaupt? Wäre er selbst eine Stufe der Weiterentwicklung oder nur eine
Einbildung der menschlichen Kultur, wie zum Beispiel „Gott“? Vielleicht
wollte ich diese kleine Schrift auch gar nicht verfassen!
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Bewegung – Verständigung – Wille
Sunday, 8 November 2015
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